Die Schmiedemeister

Hier entsteht eine Seite über die Schmiede und Schmiedemeister in der Familie Pries. Ich suche noch Hinweise auf die genauen Ortslagen , der ehemaligen Schmieden im Raum Garstedt und Harksheide sowie Daten- und Bildmaterial.

Aktueller Stand: 25.04.2016

Hans Hinrich (1799-)

Schmiedemeister; Harksheide (Kreis Stormarn), Segeberger Chaussee, gegenüber der Langenhorner Chaussee.

Hans (Franz) Hinrich PRIES (Altgroßvater), *14.07.1799 in Tangstedterheide, war der älteste von sechs Söhnen des Eigentümers und Kätners, Frantz Hinrich PRIES (Alturgroßvater), *10.01.1771 in Lemsahl (Stormarn). Hans war verheiratet mit Catharina Elsabe BUCK aus Tangstedterheide. Er war wohl der erste in der Familie, der das Schmiedehandwerk1 erlernte.

Nach 1798 erbaute der Vogt Max Dibbern aus Harkesheide, Stormarn (jetzt Norderstedt, Kreis Segeberg), eine Schmiede2 die als Gerechtsame (Sondererlaubnis) galt. Sie stand, 30m südlich des alten strohgedeckten Bauernhauses……Wo genau, lag dieser Bereich und was steht dort heute?

Im Jahre 1840 übernahm Hans (Franz) Hinrich Pries, im Pachtverhältnis diese Schmiede. Ihm folgte sein Sohn, Hans Hinrich, *30.12.1833 in Harksheide, der bei seinem Vater in der Schmiede arbeitete.

Schmiede ferdinand Pries 1858

Vor der Schmiede von Ferdinand Pries *1858 Harksheide (lks. im Bild) in Hamburg-Barmbek, mit seinen Gesellen. © Peter Pries

Ihm folgte sein Sohn Ferdinand Pries (mein Urgroßvater), *1858 Harksheide, der jedoch unmittelbar nach der Lehre eine 3-jährige Dienstzeit (5.11.1878 – 1.09.1881) in der Königlich Preußischen Armee, 1. Eskadron, „Schleswig-Holsteinischen Dragoner-Regiment Nr.13“, in Stankt Avold, Frankenberg, in Lothringen, ableistete. Nach seiner Rückkehr heiratete er, Catharina Margaretha PÖPPLAU, Mutter seiner inzwischen 3 Jahre alten, unhelich geborenen, Tochter und zog nach Hamburg. Dort arbeitete er als Schmied und Schmiedemeister.

Die Vettern Hans und Hans Pries, Nachfahren von Hans (Franz) Hinrich PRIES, *14.07.1799 , waren in den 1960ziger Jahren ebenfalls Schmiede3; einer in der Segeberger Chausse/ Bereich Ulzburger Straße gegenüber Langenhorner Chaussee (Harksheide) und der andere in der Ulzburger Straße/Aurikelstieg (Garstedt)……heute Stadtteile von Norderstedt, Kreis Segeberg. Es muß sich hier um die Schmieden handeln, in denen bereits meine Vorfahren arbeiteten.

Schmied Ferdinand1858-1906

Schmiedemeister Ferdinand Pries, Ausschnitt. © Peter Pries

Aus der Erinnerung der Mutter von Jens Tauschwitz, Norderstedt:

Hans (Friedrich) Pries an der Ulzburger Straße wurde zur Unterscheidung von dem anderen Hans Pries an der Segeberger Chaussee, „genau nix“ genannt. Warum dies so war, konnte sie jedoch nicht sagen.

Weitere Schmiede waren:

  • Claus Peter PRIES (2-facher Urgroßonkel 3. Grades), Schmied, *1835 in Tangstedterheide, oo Anna Magdalena HOLST. Schmiedegeselle4 in der Schmiede von Johann WÖBS (Lage nicht bekannt) in Garstedt; Sohn von Joachim (Johann) Hinrich Pries und Anna Christina Elisabeth REHDER(S). Großneffe von Frantz Hinrich PRIES, *10.01.1771. Claus entstammt der Linie von Hans Friedrich PRIES (4-facher Urgroßonkel), *14.06.1766 in Lemsahl (älterer Bruder von Frantz Hinrich Pries).
  • Hans Friedrich PRIES (2-facher Urgroßonkel 2. Grades), Schmied,*1844, Harksheide, oo Anna Maria THIES.
  • Wilhelm PRIES (Urgroßonkel 3. Grades), Schmied, *1876, Harksheide, Schmied, Segeberger Ch. Nr. 17?, oo Unbekannt; Sohn von Hans Friedrich Pries, *1844.
  • Hans Friedrich PRIES (Großonkel 4. Grades), Schmiedemeister, *06.08.1902, Harksheide, oo Alma MÖLLER; Sohn von Hermann Pries und Caroline Auguste HERTEL.
  • Günther PRIES (Onkel 5. Grades), Schmiedemeister, Ulzburger Straße; Sohn von Hans Friedrich Pries (leider sind die Aufzeichnungen meines Vaters über seinen Cousin Günther verlorengegangen)

 

Forschungslücken:

  1. Wer war der Vater von Hans Pries, Schmied in der Segeberger Chaussee (Bild 1); eventuell Wilhelm Pries, *1876 in Harksheide; Großonkel von Günther Pries und Bruder seines Großvaters Hermann?
  2. Stand am Gebäude (Bild 1), einmal der Namenszug, Wilhelm Pries? Auf einem Foto, das die Schmiede zeigt, soll der Namenszug „Wilhem Pries“ stehen, dann wäre dieser vermutl. der Vater von Hans.

Sonstiges Bildmaterial

Schmiede Hans-Pries_Segeberger Ch

Bild 1) 1949; Schmiede von Hans Pries, Segeberger Chaussee; von lks: Knecht, Schmied Hans Pries, Arthur Viok aus Harksheide, Heino Rosenstock und Otto Offens Sohn aus Glashütte.

Schmiede_Hans Pries Ulzburger Str 129

Bild 2) Schmiede von Hans Friedrich Pries, Ulzburger Straße 129; Nachfolger Günther Pries


Quellen und Literatur:
1, mündliche Überlieferung von Ferdinand Pries, *1858 in Harksheide; Schmiedemeister (Urgroßvater)
2, 3, Chronik der Gemeinde Harksheide, Seite 51; Verfasser, Otto Kröger; Herausgeber, Gemeinde Harksheide 1963
4, VZ-Listen AKVZ, 1860; Heiratsurkunde Nr.15, August 1860
Sonstiges Bildmaterial aus Langenhorn-Archiv: Bild 1) April 2015, Erwin Möller; Bild 2) Foto-Rundgänge „Ulzburger Straße heute & gestern“ (Hinweis von J.Tauschwitz)


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