Familie Sager

 

wappen angeln

Dank der großen Vorarbeit von Herrn Karl-Heinz Carstensen (Kirchenbuchamt, Kappeln), konnte ich die Familie meiner Altmutter, PHILIPSEN, Margaretha Maria, geborene SAGER, *11.10.1834 in Husbyholz, † nach 25.03.1873 (Todesdatum ihrer Mutter, Elisabeth Catharina, geb. Rausch (aus Friedrichstadt)), in Schafflund, Nordhackstedt, Angeln, bis zu meinen Stammeltern zurückverfolgen:

SAGER, Jacob *um 1635, †1693 in Ausacker-Dammende, Angeln und seine Ehefrau JACOBS, Christina, *1648, †1717 in Ausacker-Dammende, Angeln.

Einer seiner Nachfahren, der Brunnenbohrer, Asmus Christian SAGER, *07.12.1878 in Markerup, Angeln, (Großonkel meiner Großmutter, Bernhardine Philipsen), hat um 1915 vor ihrem späteren Wohnhaus in Steilshoop, Stormarn, Preußen, ein Brunnen gebohrt. Dieser wurde anschließend erweitert, mit Ziegelsteinen ausgemauert und war bis März 1971 in Betrieb.

Auf dem Friedhof von Munkbrarup steht noch heute der Grabstein meines Urgroßonkels 2. Grades, Asmus Christian Sager und seiner Ehefrau Maria Dora Motzkus. Dieser Umstand ist allein Pastor i. R. Nielsen aus Munkbrarup zu verdanken.
Bei meinem Besuch in Munkbrarup, im Jahre 2011, kam Pastor Nielsen auch auf Asmus Sager zu sprechen und dessen Grabstein, welcher zwar ein schlichter Feldstein aber dennoch außergewöhnlich sei. Kurz vor Ablauf der Liegezeit und der Räumung des Grabes,  welche unmittelbar bevorstand, besuchte Pastor Nielsen ein Familienmitglied und erfuhr folgende Anekdote über diesen Stein: grabstein asmus sager

Asmus ging eines Tages in die Feldmark (vermutlich kurz vor seinem Tod) und suchte dort einen Feldstein, der groß genug war, um daraus einen Grabstein für sich und seine Ehefrau anzufertigen. Bis auf die Sterbedaten hat Asmus alle Steinmetzarbeiten,  ausgeführt. 

Pastor Nielsen sagte weiter: „Das ein Grabstein von einem Gemeindemitglied selbstgefertigt wurde, war es mir Wert, ihn vor der Vernichtung zu bewahren.“

Als ich mir später den Grabstein anschaute, fiel mein erster Blick auf ein altes Gildezeichen der Brunnenbauer, welches Asmus über seinen Namen setzte. Sein Berufsstand muß ihn mit Stolz erfüllt haben.

Verbreitung des Familienamens Sager

„Der Familienname Sager kommt in Deutschland insgesamt ca. 1187 Mal vor; mit schätzungsweise 3160 Personen“.1

Absolute verteilung sager

Karte: Geogen v3.1.4189 © 2005-2011 Christoph Stöpel

Herkunft des Familienamen Sager

„Der Herkunftsort der Familie Sager ist vermutlich der Bereich um Ausacker/Dammende in der Landschaft Angeln, Schleswig-Holstein. Hier zumindest befand sich laut Chronik des Kirchspiels Husby (S. 394), die ehemalige Feste-Kate (vormals Besitzung Lassen in Ausacker), welche sich im Besitz von Jacob SAGER befand. Von dort aus ist die Familie in den Kirchspielen Hürup, Rüllschau und Grundhof ansässig geworden“.2

Bedeutung des Familiennamens Sager

„Der Name Sager ist wahrscheinlich aus einem Berufsnamen entstanden. Die Familie könnte in der Ortschaft Dammende eine Sägerei betrieben haben. Möglich ist auch, dass sie im großen Umfang Holzfällarbeiten und dessen Verwertung übernahm“.3


Quellen:
1, Geogen v3.1.4189 © 2005-2011 Christoph Stöpel
2,3, Chronik des Kirchspiels Husby, (S.394)

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