Willkommen auf der Web-Site der Familie Gauger

Herkunftsort der Familie Gauger

Kirche Lübchow

Kirche in Lübchow; © Familie Gauger

Die mütterliche Linie meiner Ehefrau Gabriele Pries geb. Leimnitz stammt aus dem Dorf Lübchow a. d. Persante (heute Lubiechowo, Polen), Preußen, Provinz Pommern. Mündliche Überlieferungen aus der Familie Gauger besagen, dass diese ursprünglich aus Frankreich stammt und um 1700, auf Arbeitssuche, über Baden-Württemberg und Berlin nach Lübchow in Pommern gelangt sein soll. Einen Beleg dafür konnte ich noch nicht finden.

Männliche Nachkommen des Stammvaters Heinrich GAUGER, *1829 in Lübchow leben heute in Hamburg, Rheinland-Pfalz und in den schleswig-holsteinischen Kreisen Ostholstein und Stormarn.

Der Ort Lübchow

Verwandtschaftliche Beziehungen von Gabriele Pries, geb. Leimnitz

Lübchow wurde, urkundlich, erstmalig 1263 als Lubbezow und 1276 als Luebechowe erwähnt. 342 Jahre später (1618) wird das Dorf auf der „Großen Lubinschen Karte“ (Darstellung des Herzogtums Pommern) des Rostocker Gelehrten, Eilhard Lubinus (1565-1621), als Lubechow verzeichnet. Die Ortsbezeichnung ist wendischer Herkunft und kann als ein Ort an dem man gern verweilt gedeutet werden.

Der kleine Ort war ein typisches Guts- und Bauerndorf (Rittergut), mit einer Kirche, unweit des Flußes Persante, 37 km südwestlich von Kolberg und 7 km von Körlin entfernt. Wirtschaftlich besaß das Dorf eine Gastwirtschaft [Geb. 68] die von Luise GAUGER, *1877, betrieben wurde. Ihr Ehemann, der Schneidermeister, Karl GAUGER, *1873 (Urgroßvater), betrieb im oberen Geschoß eine Schneiderei. In der Gastwirtschaft befand sich auch die gemeindeöffentliche Fernsprechstelle. Die freiwillige Feuerwehr wurde von seinem Sohn, dem Brandmeister, Otto Gauger (Großonkel), *1909 angeführt. 1937 übernahm er als Schneidermeister den Betrieb seines verstorbenen Vaters. Bis 1922 war August SCHUMACHER (Altonkel) [Geb. 37, 38, 39], Ehemann von, Johanne REICHOW, Bürgermeister von Lübchow. Ihm folgte, bis 1945, der Bauer Hermann GERKE, ein enger Freund der Familie Gauger. Die Schmiede des Dorfes [Geb. 30] wurde von dem Schmiedemeister August MÜLLER (Altvater) *1842, betrieben. Für die am 29.11.1877 eingeweihte, neue Lübchower, Kirche, schmiedete er den großen, eiseren Schlüssel der Kirchentür (dieser existiert noch heute) und die Kirchturmspitze.
Bereits 1773 erhielt der Ort, vom damaligen Gutsherrn, von Loeper, eine eigene Schule. Der Unterricht wurde zunächst im Gutshaus durchgeführt, bis im Jahre 1821 ein eigenes Schulhaus erbaut wurde. Hier unterichtete ab ca, 1845 der Kleinbauer und Schneider Johann Friedrich Carl REICHOW (Altgtroßvater) als Schulmeister die Kinder; nutzte den Raum aber auch zur Ausübung seines Berufes.

Über ihn gibt es folgende Annekdote:1

Die Decke des Schulhauses war so niedrig, dass ein 170cm großer Mann mit dem Kopf an die Balken stieß, zur Freude der Jungen, wenn Schneider Reichow zornentbrannt mit der eben in Arbeit befindlichen Hose zum wuchtigen Hieb ausholte, der Hieb aber, durch die Balken gehemmt, sein Ziel, die Köpfe der Jungen gar nicht oder nur abgeschwächt erreichte. Ähnliche Erfahrungen machte auch Mutter Reichow (Friedericke Luise, geb. HACKBARTH), wenn sie in Abwesenheit ihres Mannes schulmeisterte und ebenfalls mit der Büchse oder dem Spinnrocken (stabförmiges Gerät, an dem beim Spinnen die noch unversponnenen Fasern befestigt werden), dreinfuhr.

Plan Lübchow 1929-1937-3

Übersichtsplan Lübchow

Bereits 1837 wurde das Schulhaus durch einen Neubau an der Dorfstraße ersetzt. 1890 bekam Lübchow dann ein modernes Schulhaus mit Lehrerwohnung, welches vom Landrat Schröder erbaut wurde. Bei der Volkszählung 1871 gab es nur 4 Personen, über 10 Jahre, die nicht lesen und schreiben konnten. Dies war eine Folge der frühen Einrichtung des Schulwesens in Lübchow. Die Landwirtschaftliche Struktur war durch den Großbetrieb des Gutes (708 ha) vorgegeben. Desweiteren gab es 2 Bauernhöfe mit über 20 ha (Werner (22 ha) und Raasch (23 ha), 3 Höfe mit 20 ha (Gräber, Hardt und Wedig, Reinhard (Urgroßonkel 2. Grades), 4 Höfe über 10 ha (Schumacher, Paul (Urgroßonkel 2. Grades) 20 ha, Feyerabend 19 ha, Gerke 19 ha und Zander, Karl (Urgroßonkel 2. Grades) 18 ha sowie 3 Kleinbauernstellen (Reichow (Nachfahre des Alturgroßvaters, Carl Reichow) und 2 unbek.)) zwischen 0,5 – 5 ha.

Geografische Namensverteilung Gauger

Absolute Verteilung

Es wurden 633 Einträge Telefonbucheinträge gefunden und in 172 verschiedenen Landkreisen lokalisiert. Hochgerechnet auf die Gesamtbevölkerung sind das etwa 1688 Namensträger. Damit tritt der Name normal häufig auf. 2 Die meisten Gaugers findet man im Landkreis Ludwigsburg (BW), nämlich genau 38 Telefonanschlüsse. Etwas länger suchen muss man dagegen im Ennepe-Ruhr-Kreis, hier wohnen die wenigsten: gerade einmal 1.

absolute verteilung gauger

Karte: Geogen v3.1.4189 © 2005-2011 Christoph Stöpel


Quellen und Literatur:
Familiendaten: Rosemarie Leimnitz geb. Gauger, Gertrud Bonow geb. Gauger, Elisabeth Gauger geb. Heidemann (Alle Informationen aus Lübchow und Belgard betreffend).
1, Das Kolberger Land, Seine Städte und Dörfer. Ein pommersches Heimatbuch; Manfred Vollack, Husum 1999
2, Geogen v3.1.4189 © 2005-2011 Christoph Stöpel

Gefällt dir dieser Beitrag? Teile ihn gern, solange die Verwendung nicht kommerziell und unter Beibehaltung des Urheberrechtes erfolgt!Share on FacebookShare on Google+Tweet about this on TwitterShare on LinkedInEmail this to someonePrint this page

Schreiben Sie einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.