II. Weltkrieg (1939 – 1945)

Hans-Georg Pries

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Oktober 1940

Hans-Georg Pries, wurde am 30. November 1920, in Steilshoop, Kreis Stormarn, Schleswig-Holstein, geboren und ist dort aufgewachsen. Er besuchte die Dorfschule am Bramfelder Dorfplatz und wurde in der Osterkirche getauft (Pastor Boeck) und konfirmiert (Pastor Seeler). Vom 1. Juli 1935 – 1. Juli 1938 absolvierte er eine kaufmännische Lehre bei der Firma „Hermann Laue Gewürzhandel“ in Hamburg und erhielt nach Abschluß der Prüfung vor der Industrie- und Handelskammer Hamburg, am 1. März 1938, seinen Kaufmannsgehilfenbrief. Bis zu seiner Einberufung in die Wehrmacht am 1. Oktober 1940 war er bei Hermann Laue angestellt. Das Geschäft von Hermann Laue befand sich zum damaligen Zeitpunkt in der Kampstraße 12, im sogenannten Schanzenviertel, in direkter Nähe zum Schlachthof. Im historischen Hamburger Adressbuch wird als Adresse ebenfalls die Hausnr. 12 angegeben.

Die Lehrstelle bei Hermann Laue wurde über den Landwirt und Kaufmann Paul Beisser aus Steilshoop vermittelt, der ein Deuzfreund meines Großvaters Ferdinand war.

Spurensuche nach 70 Jahren – Klärung der Grablage

Deutsche Dienststelle (WASt)

Da ich weder von meinem Vater und seinen Schwestern Informationen über Hans-Georgs Dienstzeit in der Wehrmacht erhielt, stellte ich nach deren Tod eine Anfrage an die Deutsche Dienststelle (WASt). Diese teilte mir mit, dass die Personalpapiere (Wehrpass, Wehrstammbuch, Stammrolle) dort nicht vorliegen und vermutlich durch Kriegseinwirkung verloren gegangen sind. Aus sonstigem Schriftgut wurde mir von der WASt folgendes bestätigt:

Diensteintritt: 21.10.1940
Erkennungsmarke: -966- 4./I.E.B. 69

Truppenteile: ab 21.10.1940, lt. Meldung vom 07.11.1941:

4. Kompanie Infanterie-Ersatz-Batallion (motorisiert) 69, Division 160
Standort: Hamburg-Jenfeld (Lettow-Vorbeck-Kaserne), Feldpostnummer 05775,
27.11.1940 = umbenannt in Infantrie-Ersatz-Batallion (motorisiert) 156
27.11.1940 = Standort: Wuppertal, 16. Infantrie-Division, Division 166

April 1941, Heimaturlaub, anläßlich der Konfirmation seines Cousins Hermann Mannshardt in Hamburg-Bramfeld.

 

Hans Georg Pries April 1941-1

April 1941, Konfirmation Hermann Mannshardt von lks. Elfriede Mannshardt (geb. Pries), Hermann M., Ilse Friedrich (geb.Pries), Hans Pries , Ingeborg Pries, Heinrich Mannshardt

Meldung vom Nov. 1941:

Kavallerie-Ersatz-Abteilung 15, Division 166
Standort: Paderborn Anmerkung: Siehe unten 10. Januar 1941
Feldpostnummer 23059

wk2 pries hans georg dezember 1941

1941

Feldpost 22.12.1941, Rußland 05.12.1941
Meine Lieben!
Sende Euch heute wieder ein paar Zeilen, man hat wirklich wenig Zeit und Gelegenheit dazu. Wenn Euch diese Karte erreicht wird das Weihnachtsfest wohl schon da oder vorbei sein. Nehmt also heute schon die besten Weihnachts und Neujahrsgrüße entgegen. Wie gerne wäre ich bei Euch, aber das Geschick will es anders, ich hoffe nur, daß ich eventuell noch Post von Euch zu Weihnachten erhalten werde, wenn die Hoffnung auch gering ist, denn die Post ist immer zulange unterwegs. Jeder freut sich hier immer wenn Post kommt, denn in diesem gräßlichen Rußland denkt man nur mit Wehmut an die schöne Heimat, es soll sich nur keiner nach Rußland wünschen. In dem ich sehr oft an Euch denke, grüße ich Euch mit allen herzlichen Grüßen
Euer Hansi

Meldung vom 26.12.1941:
1. Schwadron Aufklärungsabteilung 106
Unterstellung: 106. Infantrie-Division
Einsatzraum: Klin, Moskau
Feldpostnummer 23059

26.12.1941
Verwundung bei Timonino
(Infantrie-Geschoss-Splitter/Durchschuss rechter Oberschenkel/Gesäß, Nachblutungen-Anämie)

Dienstgrad:
lt. Meldung vom 26.12.1941, Gefreiter (kein Beförderungsdatum)

03.01.1942
Kriegslazarett 2/551 Smolensk. Zugang von der Krankensammelstelle Roslawl.
Feldpostnummer 09298

Feldpost 05.01.1942, Rußland 03.01.1942
Meine Lieben!
Komme endlich dazu euch ein paar Zeilen zu schreiben, es war vorher leider nicht möglich. Nun, meine Lieben, was Euch wohl abschrecken wird, seit dem 2. Weihnachtstag bin ich verwundet und zwar rechter Oberschenkeldurchschuß, also macht Euch keine Sorgen, es wird schon alles wieder werden. Ich befinde mich augenblicklich in einer Krankensammelstelle in Smolensk. Sowie ich in einem Lazarett bin und eine Anschrift habe schreibe ich Euch.
Euer Hansi

Feldpost 06.01.1942, Rußland 05.01.1942
Meine Lieben!
Möchte Euch meine neue Feldpostnummer mitteilen, damit Ihr mir schreiben könnt: 09298. macht Euch keine Sorgen, weil ich nicht selber schreibe aber ich muss auf dem Bauch liegen und dann geht das schlecht.
Viele herzliche Grüße von Eurem Hansi

Gruß vom Schreiber der Zeilen. Ihr lieber Junge ist in guter Hand
Schweiger

13.01.1942
Verstorben um 03:00 Uhr, im Kriegslazarett 2/551 Smolensk -infolge Verwundung-, laut Schreiben vom 20.01.1942 von Kriegspfarrer Jacob Oberlinger, verstorben um 14:41 Uhr.

Grablage: Lazarettfriedhof II Smolensk, (ehemals Kriegspolizei-Schule/Klosterstraße), -S. Reihe 13, Nummer 7, Einzelgrab-.

Ende Januar 1942 erhielt Hans-Georgs Familie von der Dienststelle des Kriegslazaretts in Smolensk die Todesnachricht. Aus dem persönlichem Besitz von Hans waren unter anderem das Eiserne Kreuz 2. Klasse und die Ostmedaille am Dreiecksband mit Feldspange beigefügt. Es gab zur Farbgebung des Ordensbandes folgenden Reim:

„Schwarz ist die Nacht, weiß ist der Schnee und von beiden Seiten die Rote Armee.

In der ersten Februarwoche folgte ein Brief des Kriegspfarres Jacob Oberlinger, Sohn des Orgelbauers und Postagenten Karl Oberlinger in Windesheim bei Bad Kreuznach. Pfarrer Oberlinger hielt in diesen Zeilen, unter anderem, die letzten Gepräche mit Hans-Georg und dessen letzte Gedanken an die Familie, seine Jugend und Heimat fest.

Ein Jahr nach dem Tod von Hans-Georg wurde den Hinterbliebenden, vom Wehrmachtsfürsorge- und Versorgungsamt Hamburg-Nord, mit Schreiben vom 22.01.1943, ein Sterbegeld in Höhe von 90,00 Reichsmark gewährt.

Mit den mir übermittelten Daten der WASt konnte ich seine Dienstzeit bei der Aufklärungsabteilung 106 klären. Die blau markierten Textpassagen betreffen Hans-Georg unmittelbar.

 Aufklärungs-Abteilung 106 (106. Inf.Div.)

Auszug aus dem Kriegstagebuch (Einsatz Sowjetunion-Mitte) 10. Dez. 1940 – 27. Apr. 19421

  • 10 .Dezember 1940:
    Der Stamm der neu aufzustellenden Aufklärungs-Abteilung der 106. Infanterie-Division trifft in Krefeld ein.
  • 10. Januar 1941: Kavallerie-Ersatz-Abteilung 15, Division 166; trifft aus Paderborn in Krefeld ein.
  • 26. Juni 1941:
    Verladung des Stabes mit schwerer Schwadron in Krefeld um 05:50 Uhr. 1. und 2. Schwadron werden am gleichen Abend gesondert verladen.
  • 27./28 Juni 1941:
    Hamburg-Altona, Rostock, Pasewalk, Stettin, Stargard in Pommern, Preußisch Stargard, Dirschau, Marienburg, Deutsch-Eylau, Ortelsburg, Johannisburg, Ankunft 23:30 Uhr in Lyck, Provinz Preußen.
  • 29. Juni 1941:
    03:00 Ausladen.
    04:00 Uhr Abmarsch über Treuburg nach Barackenlager 14 km westlich Suwalky.
    15:30 Uhr werden 1. und 2. Schwadron in Lyck ausgeladen.
  • 30. Juni 1941:
    1. und 2. Schwadron 8:00 Uhr Abmarsch über Lazdijai nach Straßenkreuz westlich Sventezeris. 18:00 Uhr Quartier 3 km NO von Lazdijai in einem Gutshof.
  • 1. Juli 1941:
    Auftrag: Säuberung der Waldstücke zwischen Olita und Markine. Abmarsch 1. und 2. Schwadron 6.00 Uhr. 19:00 Uhr bezieht Abteilung Quartier in Alove.
  • 2. Juli 1941:
    Abteilung bezieht Quartier 4 km südwestlich von Elgirdonis (Gut Zaliadvardis).
  • 3. Juli 1941:
    Abteilung bezieht Quartier in Panosiskiai (am See), 10 km ostwärts Onuskis.
  • 4. Juli 1941:
    Abmarsch der Abteilung gegen 13:00 Uhr. Quartiere der 1. und 2. Schwadron Stakiszki, Stab Troki (Kloster).
  • 5. Juli 1941:
    Quartiere der Abteilung in und um Waka Biala.
  • 6. Juli 1941:
    Abmarsch gegen 13:00 Uhr. Quartiere werden im Raume nördlich Niemenczyn bezogen.
  • 7. Juli 1941:
    12:30 weiterer Vormarsch. Gegen 19:00 Uhr wird südlich des Sory-Sees Quartier bezogen.
  • 8. Juli 1941:
    Abteilung setzt Vormarsch auf Mielegiany (über Swenzjany) um 12:30 Uhr fort und erreicht den Raum ostwärts Staniuny.
  • 9. Juli 1941:
    Marschstrecke: Konciarzyno-See, Mielegiany, Terecz, Kosiany, Ahalnica, Proszki, Szar-Kowszczyzna. Südlich Szarkowszyzna bezieht die Abteilung Quartier.
  • 10. Juli 1941:
    1. und 2. Schwadron werden nachgezogen. Für die motorisierten Teile Ruhetag.
  • 11. Juli 1941:
    Vormarsch bis Bondarce (13 km südwestlich von Dzisna). Abteilungs-Gefechtsstand in Fw.-Nowoszynce an der Dzisna.
  • 12. Juli bis 14. Juli 1941:
    Ruhetage
  • 15. Juli 1941:
    12:00 Uhr Abmarschbefehl. Die Radfahrschwadronen setzen sich um 23:20 Uhr in Marsch.
  • 16. Juli 1941:
    Motorisierte Teile Abmarsch um 8:00 Uhr über Dzisna-Groski über verschlammte Wegstrecken nach Bruskowo, wo Quartier bezogen wird.
  • 17. Juli 1941
    Weiterer Vormarsch über Kotscheteshino, Laghny, Schalaschino, Mumino nach Seljenyj-Gorodok, wo in einem Lager des Truppenübungsplatzes (10 km nördlich Polozk) Quartier bezogen wird.
  • 18. Juli 1941:
    Vormarsch bis Gorjany über Polozk.
  • 19. Juli 1941:
    Ruhetag
  • 20. Juli 1941:
    Vormarsch auf Witebsk. Quartier 4 km ostwärts Witebsk.
  • 21. Juli 1941:
    Abteilungsgefechtsstand 4 km ostwärts Witebsk. Sicherung von Witebsk.
  • 23. Juli 1941:
    Vormarsch bis 5 km nordostwärts Surash (Krankenhaus).
  • 24. Juli 1941:
    Vormarsch über Janowitschi, Ponisowje bis Shitiki (10 km westlich Demidowo).
  • 25. Juli 1941:
    Vormarsch bis Balkaonowo am See.
    Wegeerkundung laut Kartenzeichnungen der Division noch vom Feind besetzten Gebietes durch 3 Erkundungstrupps.
  • 26. Juli 1941:
    Ruhetag, mit baden, waschen und rudern ausgefüllt.
  • 27. Juli 1941:
    Abteilung erreicht Laschomje.
  • 28. Juli 1941:
    10:30 Uhr Feldgottesdienst. 15:00 Uhr Abmarsch bis 5 km nordostwärts Pretschistaja.

Abwehrkämpfe im Rahmen der Kesselschlacht von Smolensk

  • 31. Juli 1941
    Die Infanterie-Regimenter lösen Teile der 20. Panzer-Division in der HKL ab. A.A. bleibt bewegliche Divisionsreserve und bezieht in den Kusseln westlich Rowni unterstand.
  • 7. August 1941:
    Abteilung löst Pz. A.A. 19 in Samoschje ab und hat Auftrag von Syki – Ssutoki (1. Schwadron) bis Orlowa (2. Schwadron) nach Osten zu sichern.
  • 8. August 1941:
    Erstes Spähtrupp-Gefecht in Orlowa.
  • 9. August bis 12. August 1941:
    Sicherungsauftrag in Gegend Syki-Orlowa.
  • 13. August 1941:
    A.A. wird von A.A. 129 abgelöst und bezieht nordostwärts Subzy Quartier als Divisions-Reserve.
  • 14. August 1941:
    Alarmierung der Abteilung nach Repina, wo der Russe mit Infanterie und 10 Panzern durchgebrochen ist. Der Russe wird geworfen. 1. Schwadron bleibt noch weiter eingesetzt und wird am 16. August von 35. Infanterie-Division abgelöst.
  • 15. August bis 17. August 1941:
    Ruhetage 2 km nordostwärts Subzy. Am 16. August EK-Verleihungen (Hans-Georg).
  • 18. August 1941:
    Bereitstellung Kostina, Tschurtcina, Rastraum südlich Rekta in der Mulde.
  • 19. August 1941:
    Gegen 17.00 Uhr Alarmierung. 1. Schwadron wird im Abschnitt 9. / I.R. 240 eingesetzt. Wald- und Nachtgefechte.
  • 19. August bis 24. August 1941:
    Erbitterte Kämpfe um den Besitz der Shitiki-Höhe gegen Infanterie- und Panzerverbände.
  • 25. August 1941:
    Abteilung zieht befehlsgemäß in der Nacht vom 24.8. zum 25. August sich auf die Shelepy-Höhe, etwa 3 km zurück. Kämpfe an der Scheleppy-Höhe.
  • 26. August bis 13. September 1941:
    Ruhetage bis 30. August in der Mulde in Rekta. Am 31. August zieht die Abteilung nach Nossopowa um und bezieht Unterstände, die vorher vom Divisions-Stab belegt waren.
  • 14. September 1941:
    Abteilung zieht in Gegend Klipiki (30 km südlich Nossopowa) unter:
    1. Schwadron Titowa
    2. Schwadron Kara
  • 15. September bis 22. September 1941:
    Ruhetage und Ausbildungstage.
  • 23. September 1941
    Abteilung bezieht Quartier in Charlanowa.
  • 24. September bis 30. September 1941:
    Vorbereitung für den Vormarsch am 2. Oktober 1941.

Vorausabteilung Rosonow

  • 1. Oktober 1941
    Bereitstellung der Abteilung im Walde bei Wotrja zum Angriff am 2. Oktober. A.A. wird Vorausabteilung.
  • 2. Oktober 1941:
    09:30 Uhr Abmarsch der Vorausabteilung Rosonow nach Angriff der Infanterie-Regimenter. Vormarsch über Powlowschtschina – Genina – Mosolowo – Krasnniki – Rjepina – Kamenko – Drosdowo. Start der Oktober-Offensive.Punkt 06:00 Uhr.
  • 3. Oktober 1941:
    Auftrag für Vorausabteilung. Durchstoßend durch eigene Infanterie ostwärtiges Wop-Ufer zu erreichen. Dabei Gefecht Galatschowo; noch in der Nacht weiter über Schiwarino nach Kobelewa.
  • 4. Oktober 1941:
    Vorstoß durch Wald ostwärts Kobelewa. Radfahr-Einheiten erreichen Grorjuny. MotorisierteTeile werden wegen schlechter Wegeverhältnisse nachgezogen.
    Am gleichen Tag wird Wassilijewo über Salasnja erreicht und trotz heftigster Gegenwehr genommen.
  • 5. Oktober 1941:
    Jakowskaja (Bahnlinie) wird erreicht und nach erbittertem Häuserkampf genommen.
    Dahinter ein unbeschreiblich schlechter Waldweg, der sich 5 km hinzieht. Abteilung besetzt ostwärtigen Waldrand. Bulytschewo wird besetzt.
  • 6. Oktober 1941:
    Eigene Stellungen werden erweitert.
  • 7. Oktober 1941:
    1. Schwadron greift mit I.R. 240 Ploskaja an. Vorausabteilung stößt auf Wersha vor.
  • 8. Oktober 1941:
    Abteilung sichert in Wersha die rechte Flanke der Division.
  • 9. Oktober 1941:
    Sicherung von Wersha.

Einsatzraum Klin/Moskau

  • 10. Oktober 1941:
    Weitermarsch nach Aschorkowo (Aschurkma). 13:00 Uhr Übergang über den Dnjepr bei Larina.
  • 11. Oktober 1941:
    Weitermarsch nach Schipulina – Chmjelita nach Pokodino.
  • 12. Oktober 1941:
    Weitermarsch nach Grjasnilowo – Akulino.
  • 13. Oktober 1941:
    Weitermarsch Korobonowo.
  • 14. Oktober 1941:
    Weitermarsch nach Tschermogulzewo (3 km westlich Gshatsk).
  • 15. Oktober bis 16. Oktober 1941:
    Weitermarsch über Szamujlowo nach Titowa (3. Schwadron in Spasswilki).
  • 17. Oktober 1941:
    Ruhetag.
  • 18. Oktober 1941:
    Weitermarsch nach Piabinki bei Murikowa auf schlechten Wegstrecken.
  • 19. Oktober 1941:
    Weitermarsch über Bloschanowo – Panowa – Bahnhof Schachowskaja – Moskowkina nach Nowo Michalowska ( 3 km südlich Ramenje).
  • 20. Oktober bis 21. Oktober 1941:
    Ruhetage. Spähtrupps nach Kalinina und Schilowo.
  • 22. Oktober 1941:
    Abmarsch nach Kulpino und Bereitstellung zum Angriff.
  • 23. Oktober 1941:
    Angriff bis auf Usorowo. 2. Schwadron stößt vor Usorowo auf starken Feindwiderstand und löst sich abends vom Gegner. 1. Schwadron in Sologino.
  • 24. Oktober 1941:
    Sologino und Chilowo werden geräumt, um weitere Ausfälle durch feindliche Artillerie zu vermeiden. Stab und 2. Schwadron gehen nach Morojewo, 1. Schwadron nach Kalinini.
  • 25. Oktober 1941:
    Abteilungsgefechtsstand Worodewo. Sicherung in Gegend Kalinina – Chanowa.
  • 26. Oktober 1941:
    Abteilungsgefechtsstand Petrowskoje. Sicherungsauftrag wird erweitert.
  • 27. Oktober 1941:
    Spähtrupptätigkeit
  • 28. Oktober bis 31. Oktober 1941:
    Abteilungsgefechtsstand Korotrowa. Spähtrupptätigkeit in Gegend Jukino – Syrkowo. Suworowo wird von I.R. 239 genommen.
  • 1. November bis 15. November 1941:
    Abteilungsgefechtsstand Rowino (Rewina). 1. und 2. Schwadron Kalinina. Innerhalb dieser 14 Tage Spähtrupptätigkeit. Täglich Spähtrupp nach Worodewo.

Vorstoß durch die Moskauer Schutzstellung auf Moskau

  • 16. November 1941:
    Oberleutnant Berlin übernimmt die 2. Schwadron, Oberleutnant Bresgen die 1. Schwadron A.A. wird gegen Abend mit einer Schwadron ostwärts Telegino zur Sicherung und Schließung der Lücke zwischen Marino und Kussjajewa eingesetzt.
  • 17. November 1941:
    12:15 Uhr greift der Russe Telegino an. Die Waffen der schweren Schwadron zwingen ihn in einen etwa 500 m vor dem Ort gelegenen Graben. 1. Schwadron wird zum Gegenstoß angesetzt und von 3 Panzerspähwagen der 7. Panzer-Division unterstützt.
  • 18. November 1941:
    Abteilung wird noch in der Nacht bei Telegino herausgezogen und 2 km südostwärts Chilowo eingesetzt. Sicherung von Jaropolez und Chilowo. Abteilung liegt die ganze Nacht über im Freien bei einer Kälte von -20°.
  • 19. November 1941:
    Spähtrupptätigkeit in Gegend Tojachowo – Utichewo.
  • 20. November 1941:
    Abteilung besetzt Stramlowo und sichert Vormarschweg der Division.
  • 21. November 1941:
    Vorstoß nach Terjajewa – Sloboda (großes Kloster). Weitermarsch bis Tichonirowo. 1. und 2. Schwadron sichern in Troizkoje (14 km westlich Klin).
  • 22. November 1941:
    Abteilung erreicht Sidorkowo (7 km südwestlich Klin).
  • 23. November 1941:
    Sicherungsauftrag in Sidorkowo.
  • 24. November 1941:
    Abteilung erreicht Pokow. Sicherung des Divisions-Gefechtsstandes. Pokow liegt 8 km südwestlich Klin, zwischen Autobahn und Eisenbahn nach Moskau.
  • 25. November 1941:
    Vormarsch auf Autobahn Klin – Moskau bis Golowkowo. Sicherung des Divisions-Gefechtsstandes.
  • 26. November 1941:
    10:00 Uhr Abmarsch von Golowkowo. Abteilung besetzt den Raum um Saweljewo und löst dort 2. Panzer-Division ab.
  • 27. November 1941:
    Weitere Sicherung von Saweljewo.
  • 28. November 1941:
    Weitermarsch nach Chelepanowo und Sicherung.
  • 29. November bis 1. Dezember 1941:
    Abteilung löst in Lialowo ein Schützen-Bataillon zur Sicherung ab.
  • 2. Dezember 1941:
    Ab 09:00 Uhr steht Abteilung als Reserve von I.R. 241 bei Schule 2 km ostwärts Kuschino, 17 km nördlich von Nordhafen Moskau. Große Kälte.
  • 3. Dezember bis 7. Dezember 1941:
    Starke Kälte, bis zu -35°, ruft bei den in Schützenlöchern liegenden Infanteristen vom I.R. 241 große Ausfälle durch Erfrierungen hervor. A.A. löst II. / I.R. 241 ab. Sicherung von Kluschino.

Rückzugsgefechte

  • 8. Dezember 1941:
    Der Rückzugsbefehl kommt raus. Abteilung geht bis Wereschkowo zurück, Spreng- und Brandkommandos.
  • 9. Dezember 1941:
    Wereschkowo wird morgens geräumt. 11:00 Uhr Sicherung von Cholmy. 13.00 Uhr wird Cholmy geräumt. Abteilung zieht sich bis auf Samikowo zurück.
  • 10. Dezember 1941:
    Gegen 19:00 Uhr gibt der Kommandeur Befehl, sich auf Talajewa zurück zu ziehen.
  • 11. Dezember 1941:
    Weitermarsch bis Kaserne Solentschnogorsk. Gegen 09:00 Uhr heftige Schießerei im Kasernenbereich; erbitteter Häuserkampf. Abteilung muß noch in der Nacht Sterlino erreichen und sichern.
  • 12. Dezember 1941:
    Sicherung von Sterlino. 2 Angriffe um 09:00 und um 14:00 Uhr werden abgewiesen. Gegen 15.00 Uhr wird Sterlino geräumt. Abteilung geht auf Sanjatino zurück.
  • 13. Dezember 1941:
    Vormittags Abmarsch aus Sanjatino. Gegen Mittag erreicht die Abteilung Radowanje und bleibt dort über Nacht.
  • 14. Dezember 1941:
    Abmarsch der Abteilung nach Troitzkoje. Rittmeister Rosonow übernimmt I.R. 239, Oberleutnant Küper Führer der A. A. Gegen Abend greift Gegner von 3 Seiten an. Abteilung zieht sich auf Kusnetschikowo zurück.
  • 15. Dezember 1941:
    A.A. untersteht I.R. 239 und wird gegen 09:00 Uhr alarmiert und beschleunigt nach Wlaskowo in Marsch gesetzt, wo sie Auffangstellung bezieht.
  • 16. Dezember 1941:
    Gegen 02:30 Uhr greift der Russe Wlaskowo an. A. A. geht mit I.R. 239 bis auf Waldrand in Richtung Sacharowo zurück. Dort erfolgreiche Abwehr von Frontalangriffen. Lösen vom Feind über Akseniche – Wagowo nach Nefedowo.
  • 17. Dezember 1941:
    Eintreffen in Nefedowo gegen 02:00 Uhr morgens. 08:00 Zurücknahme nach Iljmskoje. Noch am gleichen Tag zurückziehen bis hinter die Sestra nach Annino.
  • 18. Dezember 1941:
    In Annino Unterstellung der A.A. unter I.R. 241 und Sicherung der Sestra-Stellung. Abends mit I.R. 241 über Woregino – Bukowo in die HKL (Lamastellung) und dort im Regiments-Abschnitt 241 zwischen Jwanowskaja und Timkowo sofort zur Abwehr eingesetzt.
  • 19. Dezember 1941:
    Abwehr in der Lamastellung wie 18. Dezember.
  • 20. Dezember 1941:
    1. Schwadron wird I.R. 239 unterstellt, 2. und 3. Schwadron bleibt I.R. 241 zugeteilt. Der zu sichernde Teil ist der linke und mittlere Ortsteil von Jwanowskaja.
  • 21. Dezember 1941:
    Russe greift bei Nacht an. Es gelingt ihm, in den Ort einzudringen, wird jedoch durch Gegenstoß, der bei uns auch heftige Verluste fordert, zurückgeworfen.  A. A. hat außer Rittmeister Rosonow, der Regimentsführer von I.R. 239 ist, keinen Offizier mehr.
  • 22. Dezember 1941:
    Erneut greifen die Russen Jwanowskaj mit starken Kräften an, können jedoch wieder im Gegenstoß geworfen werden.
  • 23. Dezember 1941:
    Rittmeister Rosonow verlegt Gefechtsstand I.R. 239 von Timkowo nach Timonino und bewirkt, dass A.A. ihm wieder unterstellt wird und nach Timonino zur Sicherung des Ortes eingesetzt wird.
  • 24. Dezember 1941 bis 6. Januar 1942:
    Sicherung des Ortes Timonino.
  • 26.12.1941
    Verwundung bei Timonino
    (Infantrie-Geschoss-Splitter/Durchschuss rechter Oberschenkel/Gesäß)

wk2 pries hans georg grab

wk2 todesanzeige pries hans-georg

Seitenanfang


Quellen und Literatur:
Grablage u. Dienstzeiten: Deutsche Dienststelle für die Benachrichtigung der nächsten Angehörigen von Gefallenen der ehemaligen deutschen Wehrmacht (WASt)
1, Bundesarchiv/Nachweis RH 11 I/33, Signatur RH 39/389, Punkt 6.40 Aufkl. Abt. 106


 

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