I. Weltkrieg (1914 – 1918)

Hans Friedrich Jochim Pries

Gefreiter

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Hans Friedrich Jochim Pries; © Peter Pries

Hans Friedrich Jochim Pries, Sohn von Ferdinand Pries, wurde am 25. April 1889 in Hamburg geboren. Getauft am 7. Juni 1890 und konfirmiert am 21. März 1904, in der Kirche St. Gertrud (Stadtkreis Hamborg), in Barmbek von Pastor August Böhme. In der Firma Johann Tiedke, Fleisch- & Fettwaren-Versand-Haus, in der Steinstraße 45-49, wurde er zum Kaufmann ausgebildet. Im August 1914 wurde er als Ersatzreservist, in das „Königlich Preußische Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 86, E. Königin (Schleswig-Holsteinisches)“, 11. Kampagnie, 4. Korporalschaft, in Flensburg eingezogen.

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1. von lks. Hans Friedrich Pries; © Peter Pries

Mitte August 1914 wechselte er, mit dem III. Bataillon, 11. Kompanie das Quartier von Flensburg nach Süderfahrenstedt. Bis zum 22. August 1914 verblieb das Regiment als Grenzschutz gegen Dänemark in ihren zugewiesenen Unterkünften. Offiziere und Mannschaften wurden dort mit kleineren Manövern und Schießübungen auf ihren Einsatz vorbereitet. Das Reserveregiment 86. gehörte innerhalb des Verbandes IX. Armeekorps, zur 18. Reserve-Division, 35. Reserve-Infanterie-Brigade.Am 24. August 1914 wurde das Regiment, unter Führung von Regiments-Kommandeur Kurt von Tippelskirch, an der Westfront eingesetzt und kämpfte dort bis November 1918. Dort war das Regiment zwischen dem 21.10.1915 bis 23.06.1916 in den Stellungskämpfen in Flandern und Artois/Frankreich im Einsatz. Am 13. Mai 1916, ist er in einem Schützengraben, in der Nähe von Givenchy, durch eine Handgranatenverletzung am Kopf gefallen.

Spurensuche nach 100 Jahren – Klärung der Grablage1

Deutsche Dienststelle (WASt)

© Peter Pries

Eine Rechercheanfrage bei der  Deutschen Dienststelle (WASt), zu den militärischen Dienst- und Beschäftigungszeiten hat ergeben, dass 1945, aufgrund von Kriegseinwirkung, die Unterlagen, überwiegend, vernichtet wurden und eine namentliche Grablage nicht festgestellt werden konnte. In der Preußischen Verlustliste Nr. 582 vom 17.07.1916 ist eine Meldung verzeichnet jedoch ebenfalls ohne Grablage. Im französischen Ortsbuch ist der genannte Todesort „Givenchy“ 2x mit dem Zusatz bei Arras verzeichnet:

  • Givenchy-en-Gohelle (ca. 10 km nördlich von Arras) und
  • Givenchy-le-Noble (ca. 20 km westlich von Arras)

Beide Orte liegen im Einzugsbereich der Umbettung zum deutschen Soldatenfriedhof St. Laurent-Blancy, Departement Pas de Calais, (südlicher Teil des ehemaligen Frontabschnittes bei Arras). Im Einvernehmen mit dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. Kassel, wurden seine Personalien für den deutschen Soldatenfriedhof St. Laurent-Blancy, „unter den Unbekannten Soldaten“, erfasst.

Überlebende Kriegsteilnehmer

Christian Alfred Pries, Hermann Heinrich Fellendorf

 

Chalandry, unmittelbar südlich des Flusses La Souche und nördlich der Stadt Laon gelegen, war einer von vielen zentralen Schauplätzen der Kämpfe während des Ersten Weltkrieges. Hier trafen sich, 1917, per Zufall,  Hermann Fellendorf und sein Schwager Christian Alfred Pries. Auf der Rückseite des Fotos, schrieb Heinrich folgenden Text an seine Schwiegereltern, Ferdinand und Catharina Margaretha Pries:

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© Peter Pries

Liebe Eltern, Schwager Schwägerinnen und Lotti. Mein Zusammentreffen mit meinem lieben Schwager Alfred am 22.07.1917 in Chalandry / Frankreich mittags um 12 Uhr, zur ewigen Erinnerung. Viele Grüße von Eurem lieben Schwiegersohn und Schwager und Onkel Heinrich.

Mit Gott auf Wiedersehen.
Gruß an Euch Alle

 

 

 

 

 


Die Recherchen zu den militärischen Dienst- und Beschäftigungszeiten nachfolgender Familienmitglieder sind noch nicht abgeschlossen.

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Christian Alfred Pries; © Peter Pries

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Ferdinand Pries; © Peter Pries

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August Hermann Hinrich Pries; © Peter Pries

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Carl Wilhelm Arthur Pries; © Peter Pries

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Robert Pries; © Peter Pries

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Quellen und Literatur:
1, Grablage: Deutsche Dienststelle für die Benachrichtigung der nächsten Angehörigen von Gefallenen der ehemaligen deutschen Wehrmacht (WASt)


 

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