Familie Philipsen (Jacobsen)

wappen angelnIm August 2011 besuchte ich den Pastor im Ruhestand, Herrn Karl Nielsen, in Munkbrarup, da ich mir davon versprach, weiterführende Informationen über die Familie meiner Urgroßmutter -väterlicherseits-, PHILIPSEN Doris Margaretha, *10.10.1868 in Rüdeheck, Tochter meines Altvaters, PHILIPSEN Peter Georg, *1828 und seine Ehefrau, SAGER Margareth Maria, *11.10.1834 in Husby, zu erhalten.
Zur Familie Philipsen konnte mir Pastor Nielsen lediglich bestätigen, dass die Daten in den mir vorliegenden Dokumenten und die mündlichen Informationen aus meiner Familie korrekt sind. In diversen privaten Unterlagen und Ortschroniken suchte er noch nach weiterführenden Informationen ohne jedoch fündig zu werden und verwies mich daher an das Kirchenarchiv in Kappeln.
Aber auch bei meinem Besuch des Kirchenarchivs, im Oktober 2011, verliefen sich die Spuren bereits bei meinem Altvater, PHILPSEN, Peter Georg. Es konnten lediglich folgende Daten ermittelt werden:

*1828 in Munkbrarup, wohnhaft in Rüdeheck, Angeln,
† ? in Schafflund, Norderhackstedt, Angeln,
oo SAGER, Margaretha Maria,
*11.10.1834 in Husby, Angeln,
† ? in Schafflund, Nordhackstedt.

Im Oktober 2014 konnten mir dann Mitglieder vom „Ahnenforscher-Stammtisch Flensburg“ weiterhelfen.
Im Familienbuch1 von Nordhackstedt aus den 1930ziger Jahren wird Peter Georg, ab 1858/59, als Besitzer und Krüger (Gastwirt) des Krugs Utspann, in Schafflund, Hauptstraße 47 geführt. Hier wurden auch seine Kinder, August Nis und Elise Auguste Marie geboren. Den Krug führte er jedoch nur für kurze Zeit. Bereits 1861 verkaufte er diesen, aus unbekannten Gründen, wieder.

Die Familie verzog mit dem Verkauf des Krugs nach Rüdeheck. Dort wurde ihre Tochter, meine Urgroßmutter, Doris Margaretha geboren. Im unmittelbar angrenzenden Nachbarort, Rüde, wohnte der Bruder meiner Altmutter, Margaretha Maria, der Brunnenbauer Asmus Sager, geb. 1840 in Husby. Wie lange die Familie von Peter Georg Philipsen in Rüdeheck seßhaft war, ist nicht genau bekannt. Ich vermute, dass es sie, nach der Geburt ihrer Tochter Doris, nach Flensburg verschlug.
Untermauert wird dies durch einen Eintrag in einem Sterberegister, unbekannter Herkunft, aus dem Jahr 1873. Dort wird Peter Georg Philipsen anlässlich des Begräbnisses von SAGER geb. Rausch, Elisabeth Catharina (meine Altgroßmutter) * 31. März, † 25. März, Mutter von Margaretha Maria Philipsen, geb. Sager, als Arbeitsmann in Flensburg aufgeführt.
In diesem Dokument sind auch alle, zu diesem Zeitpunkt, lebenden Kinder von Peter Georg aufgeführt:

  • August Nis, *04.01.1859 in Schafflund, Angeln, † ?
  • Elise Auguste Marie, *02.02.1860 in Schafflund, Angeln, † ?
  • Doris Margaretha, *1868 in Rüdeheck, Angeln (meine Urgroßmutter), † ? in Hamburg
  • Peter,
  • Maria Margaretha,
  • Dorothea,
  • Franz Jürgen
  • Wilhelmine Christiane Bernhardine.

Da sich die Spuren der Familie von Peter Georg mit der Geburt seiner Tochter, Doris Margartha, in Rüdeheck verlieren, könnte es also durchaus sein, dass alle weiteren Geschwister in Flensburg geboren wurden. Möglich wäre aber auch, dass sie alle zwischen 1861 – 1873 in Rüdeheck zur Welt gekommen sind. Hier bedarf es weiterer Recherchen in den Archiven.

Geografische Namensverteilung Philipsen

„Der Familienname Philipsen kommt in Deutschland insgesamt ca. 179 Mal vor; mit schätzungsweise 472 Personen“.2

absolute verteilung philipsen

Karte: Geogen v3.1.4189 © 2005-2011 Christoph Stöpel

Familie Bookhagen

Die Tochter von Peter Georg PHILIPSEN, Doris Margaretha PHILIPSEN heiratete in I. Ehe den Lokomotivheizer Carl Albert Julius BOOKHAGEN, † 23.03.1896 in Jürgensgaard, Flensburg. Dieser Ehe entstammen die Söhne Karl und Max.

karl und bernhardine

Karl Bookhagen und seine Halbschwester, Berhardine Pries, geb. Philipsen. © Peter Pries

Karl hatte einen Sohn, Günther. Weitere Daten über die Bookhagen-Linie liegen mir nicht vor. Nach dem Tod ihres Ehemannes im Jahre 1896 kam am 03.04. 1898, ihre, vermutlich unheheliche, Tochter Bernhardine Margarethe in Flensburg zur Welt. Die Vaterschaft konnte bis heute nicht geklärt werden.


Quellen und Literatur:
1, Ottomar Langschwager, Ahnenforscher-Stammtisch Flensburg; Arbeitskreis „Dorfgeschichte Schafflund“
2, Geogen v3.1.4189 © 2005-2011 Christoph Stöpel
Weitere Quellen:
Kirchenbuchamt, Kappeln, Kirchkreis Schleswig-Flensburg
Pastor i.R. Karl Nielsen, Munkbrarup; Kirchenkreis-Archivar Schleswig-Flensburg (bis 2012)


Gefällt dir dieser Beitrag? Teile ihn gern, solange die Verwendung nicht kommerziell und unter Beibehaltung des Urheberrechtes erfolgt!Share on FacebookShare on Google+Tweet about this on TwitterShare on LinkedInEmail this to someonePrint this page

Schreiben Sie einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.